


Unser Programm
Finanzen.
Politische Entscheidungen nicht kaputtsparen.
Eine solide und langfristige Haushaltspolitik bedeutet Gestaltungsspielraum auch für die nachfolgenden Generationen. Kommunen haben viele Aufgaben zu erfüllen und bekommen ständig neue dazu. Allerdings sind für die zukünftige Aufgabenerfüllung dringend neue Finanzierungskonzepte gefragt, die den Kommunen auch Freiraum für zusätzliche Leistungen ermöglichen und sie nicht auf die reine Verwaltung des Notfalls reduzieren. Kommunen können sich gerade im sozialen Bereich nicht kaputtsparen, denn vor Ort sind Probleme auch heute schon sicht - und erlebbar. Konsolidierung des Haushalts und kritische Betrachtung aller Ausgabenposten sind dabei selbstverständlich ebenso nötig wie Transparenz für die Finanzen der Stadt und ihrer Tochtergesellschaften.
Jugend und Familien.
Langfristige Perspektiven entwickeln.
Wir unterstützen eine breit angelegte Jugendarbeit und geeignete Beratungsmöglichkeiten für Familien. Wichtig sind Freizeit- sowie Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche, an deren Planung und Erstellung sie sich selbst beteiligen können. Dabei hat das Haus der Begegnung als zentrale Einrichtung für uns oberste Priorität. Die Kommune hat auch in schwierigen Zeiten Tageseinrichtungen für Kinder bedarfsgerecht und qualitätsvoll weiterzuentwickeln. Wir arbeiten am neuen Kindergartenkonzept mit und stimmen für die Renovierung der Kindergärten sowie den dringend erforderlichen Neubau von St. Josef. Bei den Schulen unterstützen wir Konzepte, die offen sind für verschiedene Schulformen und unterschiedliche Nutzungen, den Neubau der Realschule Untergrombach sowie die anstehende Renovierung Hebelschule und Erweiterung Justus-Knecht-Gymnasium. Ein besonderes Anliegen ist uns auch die Förderung der Stadtbücherei und der kulturellen Einrichtungen.
Stadtentwicklung.
Flächenmanagement ökologisch und kinderfreundlich.
Im Bereich Ökologie ist kein Wandel eingetreten. Fläche ist nicht vermehrbar. Wir prangern den überzogenen Flächenverbrauch an und fordern, die wohlüberlegten Vorschläge der "Agenda Flächenmanagement" stärker zu berücksichtigen. Erfolgreiche Wirtschaftspolitik und Schonung der Ressourcen sind keine Gegensätze. Wir setzen uns ein für eine Abkehr von der großräumigen Verbauung von Landschaft im Außenbereich. Die Kommune kann den Flächenverbrauch reduzieren, indem sie der Nachverdichtung sowie der Innenstadt- und Brachen-Reaktivierung Vorrang einräumt. Baulücken sind vorrangig zu schließen und die vorhandene Bebauung maßvoll nachzuverdichten.
Neubaugebiete dürfen nur an sorgfältig ausgewählten, ökologisch unproblematischen Stellen bedarfsgerecht und kleinflächig erschlossen werden. Sie müssen durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar und familien- und kinderfreundlich sein. Neben Spielplätzen sind Flächen als kreativer und selbstbestimmter Raum für Kinder und Jugendliche frei zu lassen.
Verkehr.
Gleichbehandlung aller Beteiligten.
Mobilität ist ein wichtiger Faktor für soziale Teilhabe. Versäumtes im Bereich Rad- und Fußwege muss dringend aufgeholt werden. Wichtig sind ausreichende und behindertengerechte Querungshilfen und der Auf- und Ausbau eines Radwegenetzes mit Zuarbeit der Betroffenen. Wir unterstützen den weiteren Ausbau der Stadtbahn nach Westen und jede Optimierung des Stadtbusberkehrs. Weiteren landfressenden Straßenneubau lehnen wir ebenso ab wie eine Verkehrsplanung aus der Autoperspektive.
Natur und Umwelt.
Schutz für eine lebenswerte Zukunft.
Um Gestaltungsmöglichkeiten für folgende Generationen zu bewahren, brauchen wir auch in unserer unmittelbaren Nähe eine möglichst intakte Umwelt. Die Artenvielfalt muss in den noch vorhandenen Biotopen großflächig gesichert und gepflegt werden. Ausgeräumte Gemarkungsteile sind mit Grünzügen zu vernetzen. Siedlungsnahe Streuobstwiesenbereiche in den Stadtteilen oder etwa den Gewannen "Steig", "Zaisental" und "Weiherberg" gehören zum unverzichtbaren Grün- und Erholungsgürtel. Die Innenstadtbegrünung von Bruchsal weist noch erhebliche Defizite auf und muss mit grünen Oasen aufgewertet werden. Alle diese Projekte dienen der Naherholung und Verbesserung der Lebensqualität. Die Pflege der Feldwegränder und Heckenzüge seitens der Stadt muss konzeptionell wie ökologisch aufgewertet werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind in die Landschaftsplanung eng einzubinden. Wir setzen uns für eine gentechnikfreie, ökologische Bewirtschaftung der Bruchsaler Agrarflächen ein.
Global und Kommune.
Fair miteinander handeln.
Wir wollen der wirtschaftlichen Globalisierung eine Globalisierung der Solidarität entgegen setzen. Wir fordern einen verstärkten Beitrag der Stadt Bruchsal im Rahmen der Eine-Welt-Politik und breite Unterstützung für Projekte wie Weltladen und Eine-Welt-Forum. Bei Ausschreibungen und Vergaben der Stadt sollen Produkte Berücksichtigung finden, die unter Beachtung von Sozialstandards produziert wurden. Für den städtischen Eigenbedarf sollen Produkte aus fairem Handel verwendet werden.